Kinderschutz

AKTIV für den Kinderschutz im Landkreis Ostprignitz-Ruppin

Mit dem Bundeskinderschutzgesetz ist am 01.01.2012 ein Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz haben sich die Aufgaben im Kinderschutz verändert. Durch neue gesetzliche Regelungen werden alle Akteure und Akteurinnen gestärkt, die beruflich im Kontakt mit Kindern und Jugendlichen stehen.

Bedeutung Kinderschutz

Aktiv für den Kinderschutz im Landkreis OPR bedeutet der Schutz für alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 0-18 Jahren.
Kinderschutz ist ein gesetzlicher und auch gesellschaftlicher Auftrag.
Der Kinderschutz wird im Landkreis OPR in zwei Teilbereiche unterteilt.

1. Der präventive Kinderschutz

Zum präventiven Kinderschutz gehören die Bereiche: Frühe Hilfen, der erzieherische Kinder- und Jugendschutz sowie das aktive Zugehen auf Familien.
o Frühe Hilfen, d. h. frühe Förderung für alle (werdenden) Eltern, z.B.: Früherkennungsuntersuchungen, Angebote der Familienzentren etc.
o Angebote für Erziehungsberechtigte und ihre Kinder zum Schutz vor gefährdenden Einflüssen nach dem Erzieherischen Kinder- und Jugendschutz (§14 SGB VIII)
o aktives frühes Zugehen auf Familien, z.B. in Belastungssituationen, Erkennen von möglichen Gefährdungssituationen gemäß des Verfahrens zum Kinderschutz (§8a Abs. 4 SGB VIII und §4 KKG), Hilfe und Unterstützung bevor Meldung an das Amt für Familien und Soziales, Allgemeiner Sozialer Dienst getätigt wird

2. Der reaktive Kinderschutz

Der reaktive Kinderschutz umfasst das Tätigwerden von Fachkräften, wenn ein Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung vorliegt oder eine Kindeswohlgefährdung festgestellt wird.
o Handeln aller Fachkräfte zur Abwendung von Gefährdung für das Kindeswohl, z.B. Erstellen eines Schutzplans, Helferkonferenz, Meldung an den ASD etc.
o gezieltes Handeln der Fachkräfte des Allgemeinen Sozialen Dienstes bei Erkennen von Gefährdung des Kindeswohls nach §8a SGB VIII, z.B.: Hilfe zur Erziehung (§§27 – 34 SGB VIII), Inobhutnahmen (§42 SGB VIII) etc.
Prävention und Reaktion werden jedoch nicht voneinander getrennt, sondern als Schnittstellen und Übergänge betrachtet.